Wer ein Praktikum in Argentinien sucht, dem bieten sich zwei Möglichkeiten: Vermittlungsfirma oder Eigeninitiative.
Sogenannte Vermittlungsfirmen bieten in praktisch allen Branchen und Fachbereichen Praktika an. Vor allem in den größeren Städten verfügen sie über zahlreiche Kontakte zu Firmen und Unternehmen und können ihre Kunden daher zielgenau weitervermitteln. Die Gefahr, nicht genau das zu bekommen, was man sich erhofft hat, ist äußerst gering, da Praktika entsprechend dem eigenen Bewerberprofil ausgesucht werden. Darüber hinaus wird versucht, individuellen Wünschen des Praktikum-Suchenden nachzukommen, beispielsweise das Praktikum mit einem Sprachkurs zu verbinden oder die Organisation einer Unterkunft während des Praktikums. Was es zu bedenken gilt, ist der Kostenfaktor. Nicht selten fällt die Vermittlungsgebühr an die Agenturen recht hoch aus. Auch Anbieter von Workcamps, die man sich z.T. als Praktika anrechnen lassen kann, verlangen eine Aufwandsentschädigung. Im Allgemeinen fällt diese aber deutlich geringer aus, da das Praktikum selbst schon nicht vergütet wird.
Die andere Alternative besteht darin, Eigeninitiative zu zeigen und entweder ein Unternehmen vor Ort anzuschreiben oder über eine deutsche Firma mit Außenstelle in Argentinien ein Praktikum zu suchen. Bei der ersten Möglichkeit kann es von Vorteil sein, wenn man bereits Basiskenntnisse im Spanischen hat und dadurch das Anschreiben in spanischer Sprache verfasst. Dabei kommt es weniger darauf an, dass der Text fehlerfrei ist, als vielmehr darum, dass man seine Bereitschaft zeigt, bei einem späteren Einsatz im argentinischen Unternehmen auch die einheimische Sprache anzuwenden.