Da die wenigsten Praktika vergütet bzw. nur geringfügig entlohnt werden, ist es wichtig, sich im Vorfeld mit der Finanzierung der internationalen Arbeitserfahrung auseinanderzusetzen. Dies beginnt schon mit der Buchung eines Fluges nach Argentinien. Flüge sind oft deutlich günstiger, wenn man sie Monate im Voraus bucht anstatt nur wenige Wochen vorher. Allein dieses vorausschauende Handeln kann bis zu 200€ ausmachen. Es ist empfehlenswert, nicht nur Angebote im Internet zu recherchieren, sondern sich auch an Reisebüros zu wenden. Die Praxis hat gezeigt, dass irrtümlicherweise davon ausgegangen wird, dass durch die Provision der Reisebüros Flüge grundsätzlich nur teurer als im Internet angeboten werden können.
Weitere Kosten, die man einplanen muss, betreffen die Bereiche Unterkunft, Versorgung, Sightseeing und Reisen, Souvenirs und eventuell auftretende Krankheiten bzw. Kosten im Fall eines Unfalls.
Die Mieten in Argentinien sind davon abhängig, ob man in der Hauptstadt Buenos Aires oder in einer der Provinzen ein Praktikum macht. Eine einfache kleine Wohnung im Stadtviertel Belgrano oder Palermo beispielsweise kostet zwischen 200 und 300 US$ im Monat. Meistens sind die vermieteten Räume bereits möbliert. Man kann auch problemlos für einen längeren Zeitraum in einer Jugendherberge unterkommen. Ein Doppelzimmer mit Frühstück beläuft sich hier um die 200€. Selbstversorger oder Restaurantbesucher geben in Argentinien im Vergleich zu Deutschland gleichermaßen wenig Geld aus. Eine Pizza findet man schon mal für nur 5 Pesos, das ist umgerechnet nur ein Euro.
Auch das Reisen innerhalb des Landes ist im Vergleich zu Deutschland und Europa sehr viel günstiger. Für nur 75 argentinische Pesos (ca. 15€) kommt man in Argentinien mit dem Bus schon mehr als 1000km weit.
Abgesehen von Eltern oder anderen Verwandten und Erspartem kann es sein, dass dein Praktikum in Argentinien von staatlicher Seite gesponsort werden könnte. Es lohnt sich beispielsweise, in Erfahrung zu bringen, inwiefern das Auslands-BAföG dein Vorhaben finanziell unterstützen kann. Für Studenten ist es empfehlenswert, sich mit dem Akademischen Auslandsamt der Universität in Verbindung zu setzen. Auch Stipendien wie solche vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) könnten infrage kommen. Also: Sich schlaumachen wird belohnt!