Die argentinische Wirtschaft war Mitte der 80er Jahre stark durch eine Hyperinflation geprägt. Durch die Bindung des Pesos an den US-Dollar löste die Regierung dieses Problem kurzfristig. Langfristig führte das jedoch zu überteuerten inländischen Produkten und letztendlich, zur Jahrtausendwende, zu einer hohen Verschuldung und einer Wirtschaftskrise.
Die aktuelle Wirtschaftslage in Argentinien weist durch das günstige internationale Umfeld eine stetiges Wachstum auf. Aufgrund der günstigen Bedingungen der Weltwirtschaft, wie dem niedrigem Zinsniveau, den hohen Rohstoffpreisen und die ständig anwachsende Binnennachfrage wird der Aufschwung des Landes gefördert.
Der zukünftige Fortschritt Argentiniens hängt vor allem vom Erfolg der Inflationsbekämpfung und der Investitionstätigkeit ab. Mit rund 20 % trägt der Ernährungs- und Agrarsektor zur Wirtschaftleistung bei und zählt somit zu den wichtigsten Wirtschaftssektoren des Landes. Insbesondere die Sojaproduktion und der Mais- und Weizenanbau verhelfen dem Land zum Aufschwung. Zu den wichtigsten Exportgüter des Landes zählt das argentinische Rindfleisch. Die Rindfleischexportwerte beliefen sich im Jahr 2006 auf 540.000 t. Der Export der Agrarrohstoffe und Ernährungsgütern bringt rund 50 % der Exporteinnahmen Argentiniens. Die wichtigsten Absatzmärkte der Exporte ist der Mercosur, die EU und die nordamerikanische Freihandelszone NAFTA.
Weiterhin bescheren die stark gestiegenen Preise der Agrarprodukte und Rohstoffe eine starke Handelsbilanz und rund 40 % mehr Steuereinnahmen als im Vorjahr. Neben den gestiegenen Steuereinnahmen hat sich die weiterhin gestiegene Beschäftigungsquote positiv auf die Staatseinnahmen ausgewirkt.
Argentinien ist das industriell am weitesten entwickelte Land Lateinamerikas und eines der reichsten Agrarländer der Welt.